UniHD


3 Allgemeines zur Entzündungslehre


Definition

Die akute Entzündung ist die in einem kurzen Zeitraum (wenige Tage) auftretende Reaktion des Gefäßbindegewebes auf eine lokale Schädigung.

Die Entzündung ist eine lokale oder systemische Reaktion des Körpers auf eine (exogene oder endogene) Noxe mit dem Ziel der Ausschaltung der schädigenden Ursache und der Reparatur der angerichteten Schäden. Auch die Wundheilung basiert auf diesen allgemeinen Entzündungsvorgängen. Eine Entzündung bedeutet in der Regel keine Schädigung des Körpers, sondern ist der Ausdruck ablaufender Heilungsvorgänge. Nur im Falle überschießender Entzündungsvorgänge hat die Entzündung einen eigenständigen Krankheitswert und muss behandelt werden.

Häufig verbindet man Infektionserreger mit der akuten Entzündung. Aber auch alle anderen schädigenden Ursachen können einen Entzündungsvorgang auslösen, wie z.B.: Strahlen- oder thermische Schäden, chemische Stoffe, Ischämie, Trauma oder Antigen-Antikörper-Komplexe.

Die Histologie der Entzündungsreaktion ist meist unspezifisch, so dass in der Regel nicht auf eine bestimmte auslösende Ursache der Entzündung geschlossen werden kann. Aus diesem Grund klassifiziert man die verschiedenen Formen der akuten Entzündung nach ihrem histologischen Erscheinungsbild (Art des Exsudates, Komposition des Entzündungsinfiltrats, Ausbreitungsmuster etc.).

Bearbeiter: Thomas Longerich
Letzte Änderung: 13.07.2024