UniHD

A40a: Endarteriitis obliterans

Histologie

  • Organdiagnose: Arteriole
  • Arteriolen im späten Stadium der Erkrankung mit subtotaler Lumenobliteration und Rekanalisierungsphänomenen
  • nur geringe chronische Entzündungsinfiltrate in der Gefäßwand
  • venöse Gefäße mit normaler Gefäßwand

Kurspräparat

Definition

Bei der Endarteriitis obliterans handelt es sich um eine segmentale Vaskulitis unklarer Ätiologie mit Befall kleinerer und mittlerer Arterien und Venen. Junge Männer und Raucher sind besonders häufig betroffen.

Pathogenese

  • Initial entzündliche Infiltration aller Gefäßwandschichten (Lymphozyten, Plasmazellen, vereinzelt auch Granulozyten)
  • Konsekutive Endothelschädigung und Thrombose
  • Im Verlauf bindegewebige Organisation der Thrombosen sowie der entzündlich bedingten Medianekrosen
  • Endstadium mit partieller oder kompletter Lumenobliteration

Klinisch-pathologische Korrelationen

Bedingt durch die Gefäßverschlüsse ist das klinische Leitsymptom eine chronische Durchblutungsstörung der unteren Extremität, die schubweise verläuft und als Claudicatio intermittens bezeichnet wird. Bei schwerem Verlauf kommt es zur Gangrän (z.B. der Zehen oder des Vorfußes). Bypass-Operationen oder eine Amputation können erforderlich werden.

Bearbeiter: Peter Sinn
Letzte Änderung: 5.03.2017
INF224

  4.1 Arteriosklerose  

Bilder

A40 Endarteriitis obliterans

Abb. 422: Arterieller Verschluß durch fibröse Lumenobliteration.


A40 Endarteriitis obliterans

Abb. 423: Arterieller Gefäßverschluß mit Rekanalisierungsphänomenen.

4 Zirkulationsstörungen - Skript

4.1 Arteriosklerose - Weitere Kurspräparate