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A78: Osteoporose

Histologie

  • Spongiöser Knochen
  • schmale Kortikalis
  • Rarefizierte Spongiose mit schmalen Trabekeln
  • Reduktion von Osteoblasten und Osteoklasten
  • Fettreiches Knochenmark mit Hämatopoese

Kurspräparat

Definition
Die Osteoporose ist durch eine Reduktion der Knochenmasse bei normaler Mineralisation gekennzeichnet. Der Prozess geht dabei über das altersbedingt normale Maß hinaus. Das Risiko für die Entwicklung pathologischer Frakturen ist erhöht. Man unterscheidet die primäre Osteoporose (unbekannte Ursache, sogenannte Postmenopausen-Osteoporose) von den sekundären Osteoporosen mit bekannter Ursache.

Ätiologie der Osteoporose

  • hormonell: Östrogene, Parathormon
  • mechanisch: Immobilisation, Druck
  • tumorös: Desktruktion, paraneoplastisch
  • entzündlich: Bakterien, Viren
  • degenerativ: multifaktoriell

Postmenopausen-Osteoporose
Die Postmenopausen-Osteoporose (PMO) stellt einen Verlust der Knochenmasse dar, der über den Altersdurchschnitt hinausgeht. Dabei bleibt die Mineralisation normal. Es wird angenommen, daß jede 4. Frau jenseits des 60. Lebensjahres (etwa 12% der Gesamtbevölkerung) betroffen ist. Ursächlich ist der Wegfall der Östrogenwirkung mit Reduktion des Knochenanbaus sowie eine gesteigerte Knochenresorption durch erhöhte Osteoklastenaktivität sowie möglicherweise eine erhöhte Sensibilität der Osteoklasten gegenüber Parathormon. Therapeutisch stellen Hormonersatz-Präparate (Östrogen-Gestagen-Kombinationen) eine wirksame Option dar, gehen jedoch mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko einher. Weiterhin wird die Substitution von Vitamin D und Kalzium empfohlen.

Bearbeiter: Sebastian Aulmann
Letzte Änderung: 5.03.2017
INF224

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Bilder

A78 Osteoporose

Abb. 566: Schmale, deutlich ausgedünnte Trabekel, Fettmark.

1 Zelluläre Adaptationen - Skript

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