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Z084: Ameloblastom

Definition
Gutartiger Kiefertumor der embryonalen Zahnanlage mit hoher Rezidivneigung.

Lokalisation
Unterkiefer 80%, Molarenregion 70%, Prämolarenregion 20%, Schneidezahnregion 10%.

Pathophysiologie und Klinik:
Das Ameloblastom entsteht aus versprengtem Restgewebe der embryonalen Zahnanlage (Ameloblasten). Zu 80 % im Unterkiefer (Kieferwinkel) auftretend, bevorzugt er etwas stärker das weibliche Geschlecht; da komplikationslos wachsend, werden A. klinisch durch eine Auftreibung meist erst spät erkannt oder durch eine Röntgenaufnahme als vielzystiges Gebilde (honigwaben- oder seifenblasenartig) diagnostiziert. Die Diagnose ist nur durch eine histologische Untersuchung des zystenähnlichen Balges möglich. Ein röntgenologischer Anhaltspunkt kann die Tatsache sein, dass das neoplastische Geschehen eher zu Zahnresorptionen neigt als eine echte Zysten. Ganz selten kommt eine maligne Transformation in ein ameloblastisches Fibrosarkom vor.

Plexiformer Typ
Netzwerk aus gleichmäßig breiten Epithelsträngen, dazwischen lockeres Bindegewebe, ähnlich Schmelzpulpa.

Granulärer Typ
Abgerundete Zellen mit eosinophilen Granula, randlich die typischen kubischen und zylindrischen Zellformen.

Akanthöser Typ
In den Epithelsträngen unterschiedlich große Plattenepithelinseln.

Follikulärer Typ
Epithelinseln durch Bindegewebe getrennt, innen locker eingefügte polygonale Zellen und zystische Umwandlung.

Bearbeiter: Brigitte Maag
Letzte Änderung: 5.03.2017