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Z072: Eitrige Parotitis

Definition
Akute oder chonisch-rezidivierende Infektion der Speicheldrüsen mit Eitererrgern.

Pathophysiologie
Überwiegend betroffen sind ältere Patienten mit schlechter Abwehrlage, Vorkommen aber auch postoperativ infolge einer Xerostomie bei Dehydratation und bei Xerostomie anderer Ursache (Sjögren Syndrom oder als Komplikation bei trizyklischen Antidepressiva). Selten im Säuglingsalter.

Pathogenese: aszendierende Entzündung.
Erreger: Staphylococcus aureus, Streptokokken Gruppe A

Klinik
Typische klinische Merkmale sind eine druckschmerzhafte Schwellung einer oder beider Parotiden mit Rötung, Allgemeinsymtomen und Fieber. Es kann zu Einschmelzung und Fistelbildung kommen. Die regionären Lymphknoten sind schmerzhaft vergrößert und Eiter kann aus dem Parotisausführungsgang exprimiert werden. Als Komplikation kann es zur Azinusatrophie und konsekutiven Hyposialie kommen.

Histologie
Seröses Speicheldrüsegewebe mit floridem, periduktulärem Infiltrat aus neutrophilen Granulozyten.

Kurspräparat

Bearbeiter: Brigitte Maag
Letzte Änderung: 5.03.2017
zahn

  7.1 Entzündungen  

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