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Z045: Amalgamtätowierung

Definition
Ablagerung von schwarze Metallpigmenten (Amalgampartikel) im Zahnfleich und Parodontium in der Nachbarschaft zu diesem Füllmaterial. Kann auch manchmal in der Umgebung von Metall-Kronen (“dunkler Zahnfleischrand”) vorkommen.

Pathophysiologie und Klinik
Die Amalgamtätowierung wird hervorgerufen durch lokale Elektrolyse. Klinisch kann eine Amalgamtätowierung aufgrund der schwarzen Farbe manchmal nicht sicher von einem Melanom unterschieden werden; histologisch lassen sich diese beiden Läsionen jedoch einfach voneinander unterscheiden. Eine Amalgamtätowierung kann auch nach Beseitigung der Ursache allein weiter bestehen – sie gilt als kosmetisch störend aber medizinisch harmlos.

Histologie
Bei spärlich Fremdmaterial nur einzelne Makrophagen mit Pigment; bei reichlich Fremdmaterial Fremdkörpergranulom; Ablagerung von Fremdmaterial auch in ortsständigen Zellen

Kurspräparat

Bearbeiter: Brigitte Maag
Letzte Änderung: 5.03.2017
zahn

  7.1 Entzündungen  

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