UniHD

15: Ependymom (WHO Grad II)

Morphologie
Makroskopisch sind Ependymome (WHO Grad II) oft gut abgegrenzt. Histologisch erkennt man zellreiche Tumoren mit recht isomorphen Tumorzellen. Charakteristisch ist die radiäre Anordnung der Tumorzellen um ein zentral gelegenes Gefäß (so genannte Pseudorosetten). Es kommen vereinzelt auch echte ependymale Rosetten vor. Bei echten ependymalen Rosetten bilden Tumorzellen rundliche oder tubuläre Lumina aus, in denen elektronenmikroskopisch Zilien nachweisbar sind. Eine erhöte Mitoserate, eine erhöhte Zellpleomorphie, mikrovaskuläre Proliferationen und Nekrosen sind Zeichen der Anaplasie und kommen in anaplastischen Ependymomen WHO Grad III vor.

Kurspräparat

Immunhistologie
GFAP wird vor allem von Tumorzellen in perivaskulären Pseudorosetten exprimiert.

Klinische Korrelation
Ependymome treten vermehrt in den ersten 10 Lebensjahren auf und kommen danach mit etwa gleichbleibender Häufigkeit bis in höhere Alter vor. Die Überlebensrate ist auch von der Lokalisation des Tumors und vom Alter des Patienten abhängig. Ependymome treten im Bereich der Ventrikel und des Spinalkanals auf.

Genetische und molekulargenetische Befunde
Ependymome in spinaler Lage von älteren Patienten weisen vermehrt Mutationen im NF2-Gen auf.

Bearbeiter: David Reuss
Letzte Änderung: 5.03.2017
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Bilder

Anaplastisches Ependymom

Abb. 54: Anaplastisches Ependymom (WHO Grad III): Pseudorosetten.

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