UniHD

Z069: Meningeom

Von den Meningen ausgehende gutartige Tumoren, intrakraniell und im Spinalkanal vorkommend (WHO-Grad I).

Klinische Korrelation
Meningeome kommen in jedem Lebensalter mit Häufung in der 5. und 6. Dekade vor. Sie kommen bei Frauen dreimal häufiger vor als bei Männern. In aller Regel liegen Meningeome im Bereich der Hüllen des ZNS, allerdings wurden auch intraventrikuläre Meningeome beschrieben. Bei 2-8 % der erkrankten Patienten liegen zwei oder mehrere Meningeome vor. Bei inkompletter Resektion findet sich eine erhöhte Rezidivrate (ca. 85 % nach 5 Jahren).

Molekulargenetische Befunde
Patienten mit Neurofibromatose Typ 2 (hereditäre Tumorerkrankung, hervorgerufen durch Keimbahnmutationen im NF2-Gen) haben sehr oft Meningeome. In sporadisch auftretenden Meningeomen sind in über der Hälfte der Fälle Mutationen in NF2 nachweisbar.

Morphologie
Makroskopisch erscheinen Meningeome sehr derb, evtl. höckrig und von grauer Schnittfläche. Sie haften fest an der Innenseite der Dura mater an und wölben sich gegen das Hirn vor, von dem sie gut abgegrenzbar sind.

Histologie
Spindelige Zellen, zwiebelschalenförmig angeordnet, mit längsovalen Kernen und bipolaren Fortsätzen. Oft konzentrische Verkalkungen (Psammomkörper) und eine zentrale Aufhellung der Tumorzellkerne (Lochkerne).

Kurspräparat

Bearbeiter: Brigitte Maag
Letzte Änderung: 5.03.2017