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Z033: Plattenepithelkarzinom

Häufige Karzinome der Haut und der Schleimhäute, ausgehend vom Plattenepithel mit variabler Verhornung.

Klinische Korrelation
Plattenepithelkarzinome können an allen Stellen, die mit Plattenepithel überkleidet sind (Haut, Mundschleimhaut, Ösophagus, Cervix uteri etc.) entstehen, sowie auch in Organen, deren nicht-plattenepitheliale Schleimhaut zur Plattenepithelmetaplasie fähig ist (z.B. in der Lunge). Im fortgeschrittenen Stadium wachsen Plattenepithelkarzinome exophytisch-polypös oder endophytisch und ulzerieren mit der Zeit wegen zentraler Tumornekrosen unter dem Bild eines schmerzlosen Ulkus mit derbem Randsaum. Sie infiltrieren aggressiv und metastasieren lymphogen meist in die ipsilateralen, oft auch bilateralen regionalen Lymphknoten und hämatogen (Organmetastasen).

Zu den Risikofaktoren des Plattenepithelkarzinoms der Mundschleimhaut zählen: Rauchen, Alkohol, mechanische Faktoren (z.B. Prothese), schlechte Mundhygiene, HPV-Infektion u.a.

Histologie
Verhornendes Plattenepithelkarzinom: Das verhornende Plattenepithelkarzinom manifestiert sich als solide wachsendes Karzinom mit epidermoider Differenzierung, Hornperlen und unterschiedlich starker Ausreifung der Tumorzellen.

Nicht-verhornendes Plattenepithelkarzinom: Beim nicht-verhornenden Plattenepithelkarzinom sind keine Hornperlen nachweisbar, in der Regel handelt es sich um geringer differenzierte Karzinome.

Plattenepithelkarzinom G1

Plattenepithelkarzinom G2

Plattenepithelkarzinom G3

Bearbeiter: Brigitte Maag
Letzte Änderung: 5.03.2017