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Z092: Odontom

Definition
Odontome sind die häufigsten odontogenen Tumoren und betreffen bevorzugt den hinteren Bereich des Unterkiefers und den vorderen Anteil des Oberkiefer.

Pathophysiologie und Klinik
Odontome werden überwiegend als entwicklungsbedingte Anomalien (sog. Hamartome) der embryonalen Zahnleiste und nicht als echte Tumore angesehen. Odontome entwickeln sich im Zusammenhang mit Zähnen der zweiten Dentition, eine Assoziation mit Milchzähnen ist ausgesprochen selten. Die Mehrzahl der Odontome bleibt klinisch symptomlos und wird entweder anlässlich einer röntgenologischen Routinediagnostik oder auf der Suche nach der Ursache einer Zahnretention entdeckt, oft erst nach dem 20. Lebensjahr. Gelegentlich röntgenologisch mit einem Osteom zu verwechseln. Ein sehr seltenes dentinähnliches Geschwulst, das Dentinom bzw. Dentinoblastom, wird verschiedentlich als eine Abart des Odontoms angesehen.

Histologie
Innerhalb einer bindegewebigen Kapsel Schmelz, Dentin, Zement, z.T. auch Zahnkeime bzw. zahnähliche Strukturen; die einzelnen Bestandteile können unterschiedlich gut ausdifferenziert sein (z.B. Dentin mit typischer kanalikulärer Struktur, Schmelz mit typischen Schmelzperlen); die verschiedenen Komponenten teils in wirrer Anordnung, teils wie im normalen Zahn angeordnet

Kurspräparat

Bearbeiter: Brigitte Maag
Letzte Änderung: 5.03.2017
zahn

  7.3 Tumorartige Läsionen  

Bilder

Abb. 522: Ausschnittvergrößerung mit Zahnhartsubstanz

7.3 Tumorartige Läsionen - Weitere Kurspräparate