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Z040: Epulis fibromatosa


Definition

Die Epulis ist eine dem Zahnfleisch aufsitzende Geschwulst, meist im bezahnten Oberkiefer auftretend, bestehend aus einem gefäßreichen Granulationsgewebe.

Synonyme

Fokale fibröse Hyperplasie (bei Lokalisation nicht an der Gingiva und gleicher Makroskopie und Histologie: submuköses Fibrom/ Reizfibrom).

Lokalisation

Gingiva von Ober- und Unterkiefer.

Pathophysiologie und Klinik

Die Epulis entsteht durch leichte Blutungen bei Reizung, welche sich später u.U. in Granulations- und Bindegewebe umwandeln kann. Die Behandlung besteht i.d.R. in einer chirurgischen Entfernung (Exzision) der Epulis nach vorheriger Ausschaltung etwaiger Reize (Füllungs-, Kronen-, Prothesenrändern) und der histologischen Abklärung. Gelegentlich ist die Entfernung des betroffenen Zahnes bei häufigen Rezidiven erforderlich.

Epulis fibromatosa: Oberflächlich erhaltenes Plattenepithel, gelegentlich Erosionen/ Ulzerationen auf der Kuppe; im Inneren des Knotens breite, kollagenreiche Faserzüge, die ein gleichmäßiges Geflecht bilden, dazwischen nur wenige Entzündungszellen und kleine Blutgefäße. Entstehung primär oder als Ausreifungsstadium einer Epulis granulomatosa.

Makroskopie

Derber Knoten, blass bis rosafarben.

Histologie:

Bearbeiter: Julia Glade
Letzte Änderung: 26.03.2020