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Z031: Malignes Melanom


Definition

Bösartiger Tumor der Pigmentzellen der Haut und der Schleimhäute

Pathophysiologie und Klinik
Das maligne Melanom der Haut und der Schleimhäute haben ähnliche Charakteristik. Sie sind dunkelbraun, bläulich-schwarz, oder schwarz. In seltenen Fällen ist das maligne Melanom auch unpigmentiert, amelanotisch und erscheint rötlich, anstatt braun oder schwarz. Die Läsionen sind zunächst meist flache, unregelmäßige Pigmentflecke, im Schleimhautniveau gelegen und werden bei Größenzunahme leicht erhaben. Das noduläre Melanom tritt sofort als knotige Läsion in Erscheinung, ohne vorausgehenden Pigmentfleck. Die Melanome, auch in der Mundhöhle, wachsen meist in zwei Phasen: (1) eine primäre radiale Wachstumsphase, gefolgt von (2) einer vertikalen Wachstumsphase. Während der radialen Wachstumsphase breiten sich die neoplastischen Zellen seitlich, intraepithelial aus. Die vertikale-Wachstumsphase beginnt, wenn die neoplastischen Zellen in das submuköse Bindegewebe infiltrieren. Die Dauer der radialen Wachstumsphase kann sich erheblich zwischen den verschiedenen Arten von Melanomen unterscheiden und mehrere Monaten bis zu mehreren Jahren betragen.

Histologie

  • Knotiger pigmentierter, nichtepithelialer Tumor
  • Radiäre intraepitheliale Wachstumsphase (Z031)
  • Vertikele invasive Wachstumsphase (Z031 und Z031a)
  • Tumorzellen mit grobkörnigem intrazellulärem Melaninpigment

Bearbeiter: Brigitte Maag
Letzte Änderung: 5.03.2017

Pathologie für Zahnmediziner

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  6.5 Melanozytäre Tumoren  

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